Monday, February 11, 2008

Konferenz Video

Thursday, April 19, 2007

Freiheit für Ibrahim Avcıl!

Schluss mit dem Staatsterror in der Türkei!


Freiheit für Ibrahim Avcıl!


Ein Teil der Journalisten, Gewerkschafter, jugendlichen und FrauenaktivistInnen und der Aktivisten der ESP (Sozialistische Plattform der Unterdrückten), die den gleichzeitig stattfindenden Attacken des türkischen Staates im September letzten Jahres in der ganzen Türkei und Nordkurdistan auf die Zeitung Atilim, das Büro der ESP, des Sozialistischen Jugendvereins (SGD), die Gewerkschaften Limter-Iş und Tekstil-Sen, der Verein der Werktätigen Frauen (EKD), das Kulturinstitut BEKSAV, den Verein Sanat ve Hayat und den Radiosender Özgür Radyo und die Wohnungen der in diesen Institutionen Arbeitenden folgend, die Gefängnisse gefüllt hatten, wurden am 13. April 2007 in einem ersten Verfahren vor ein Gericht in Istanbul gestellt. Unter den Verhafteten befinden sich mehrere Delegierte der 5. Internationalen Konferenz gegen das Verschwindenlassen, die von ICAD zusammen mit YAKAY-DER im Mai 2006 in Diyarbakir durchgeführt wurde.

Ibrahim Avcil, Mitglied der britischen Sektion von ICAD, war als einer der Delegierten aus England als Beobachter der Prozesse anwesend, so wie viele andere aus anderen Ländern. Am 13. April wurde die ganze Welt Augenzeuge der brutalen Angriffe der Polizei auf die Masse, die sich vor dem Gericht in Beşiktaş versammelt hatte. Die türkische Polizei, die nicht akzeptieren konnte, dass Hunderte von Menschen auf friedliche Art die Freilassung der Gefangenen forderte, griff die Menge brutal mit Gasbomben und Knüppeln an. Dies zeigt, dass der türkische Staat nach wie vor seine faschistische Struktur bewahrt, die ein Feind von Menschenrechten ist.

Am 13. April hat der türkische Staat sowohl angegriffen als auch 114 Menschen verhaftet. Unter den 20 Personen, die verhaftet und inhaftiert wurden, befindet sich auch unser Aktivist Ibrahim Avcıl. Während der türkische Staat am 13. April 10 Gefangene freilassen musste, hat er dafür 20 andere inhaftiert.

ICAD protestiert gegen diese Angriffe und Verhaftungen durch den türkischen Staat und fordert die sofortige Freilassung unseres Aktivisten Ibrahim Avcil.

ICAD fordert die sofortige Freilassung der ESP’ler, die am 13. April verhaftet und inhaftiert wurden, und die Bestrafung der Polizisten, die die Menge, die sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt hatte, brutal angriffen.

ICAD betont, dass der türkische Staat mit seinen jüngsten Angriffen auf Intellektuelle und demokratische Institutionen ınternationales Recht und die einfachsten Menschenrechte verletzt und fordert den türkischen Staat auf, diesen Angriffen ein Ende zu setzen.

17.04.2007

ICAD

Internationales Büro

Tuesday, January 30, 2007

Aufruf zur Beteiligung an den Gerichtsverhandlungen in Diyarbakir und Istanbul | The Caravan

Kampagne „Wir wollen Freiheit - Freiheit für die 10. September-Gefangenen“
Newsletter Nr. 6
28. Januar 2007

Aufruf zur Beteiligung an den Gerichtsverhandlungen in Diyarbakir und Istanbul

Der Staatskomplott gegen die im September 2006 durch den Staatsterror verhafteten Vorsitzenden und Mitarbeiter der Einrichtungen Sozialistische Plattform der Unterdrückten (ESP), der Zeitungen Atilim und Dayanisma, des Radiosenders Özgür Radyo, des Vereins der Werktätigen Frauen (EKD), des Sozialistischen Jugendvereins (SGD), des Kulturzentrums BEKSAV, der Gewerkschaften Limter-Is und Tekstil-Sen ist zum Teil ins Leere gelaufen. Bisher sind die in den Städten Mugla, Manisa, Antep, Adana und Iskenderun inhaftierten ESPler und SGDler bei ihren ersten Gerichtsverhandlungen freigelassen worden. Unter den Freigelassenen befinden sich auch die Generalsekretärin der Gewerkschaft Tekstil-Sen, Sevim Kaptan Ölcmez, der Antep-Korrespondent der Zeitung Atilim, Mehmet Güzel und der Vorsitzende des SGD (Sozialistischer Jugendverein) von Antep, Sinan Tanriverdi. Die Freilassungen zeigen auch, dass das Komplott gegen die ESP und andere Einrichtungen nicht zu halten ist.

Aber diese Freilassungen betreffen nur einen kleinen Teil der Verhafteten. Während das Verfahren gegen die 23 Sozialisten der 10. September-Gefangenen, unter denen sich auch der Chefredakteur und Journalist der Zeitung Atilim, Ibrahim Cicek, der Chefkoordinator der Zeitung Atilim, Sedat Senoglu, die Kolumnisten der Zeitung Atilim, Ziya Ulusoy und Bayram Namaz und die Produktionsleiterin des Radios Özgür Radyo befinden, noch nicht eröffnet ist, sind die Gerichtstermine für die am 21. September Verhafteten bereits bekannt gegeben worden.

Gerichtstermine in Amed
Die in Amed im Zuge der Angriffe im Rahmen des Antiterrorgesetz auf die Einrichtungen und Wohnungen am 21. September verhafteten ESPler werden am 22. Februar in Diyarbakir vor das 6. Strafgericht gestellt. Am 21. September waren bei den Angriffen der Amed-Korrespondent der Zeitung Atilim, Serdal Isik und 8 weitere ESPler festgenommen worden.
Die am 4. November bei einer Pressekundgebung im Rahmen der Kampagne “Wir wollen Freiheit” und zu dem Thema Flut in Kurdistan festgenommenen 9 ESPler werden am 23. Februar vor Gericht gestellt.

Istanbuler Verfahren
In Istanbul werden die am 21. September durch die Angriffe Verhafteten, unter denen sich auch die Vertereterin der ESP, Figen Yüksekdag, der Direktor des Radio „Özgür Radyo“, Halil Dinc, der Vorsitzende der Gewerkschaft Limter-Is, Cem Dinc, die Vorsitzende der Gewerkschaft Tekstil-Sen, Ayse Yumli Yeter und die Mitarbeiterin der Zeitung Atilim, Özge Kelekci befinden, am 13. April ihren Prozesstag haben.

Die Kampagne “Wir wollen Freiheit” ruft alle revolutionären, demokratischen und fortschrittlichen Organisationen und Personen auf, als Beobachter an den Prozessen in Amed und Istanbul teilzunehmen.

Die Teilnahme an den Prozessen in Amed und Istanbul ist ein Zeichen des Protestes gegen den Staatsterrorund der Solidarität mit den Vertretern der demokratischen Einrichtungen, die seit September ungerechterweise im Gefängnis festgehalten werden.

Die Teilnahme an den Prozessen in Amed und Istanbul bedeutet, gegen das als Gesetz zur Bekämpfung der Gesellschaft bekannte Antiterrorgesetz, den § 301 des Strafgestzes und gegen die Isolation zu sein. Es bedeutet, gegen die Ermordung von Hrant Dink und die Drohungen gegen Intellektulelle wie den Schriftsteller Orhan Pamuk, Necati Abay und Mahmut Alinak zu protestieren.

Die Teilnahme an den Prozessen in Amed und Istanbul bedeutet, den Freiheitskampf der Arbeiterklasse und Werktätigen zu unterstützen, sowie gegen die antidemokratischen Maßnahmen und Unterdrückung zu protestieren.

Die Teilnahme an den Prozessen in Amed und Istanbul bedeutet, die internationale Freundschaft und Solidarität zu stärken.



Aufruf zur Beteiligung an den Gerichtsverhandlungen in Diyarbakir und Istanbul | The Caravan

Saturday, October 21, 2006

Aktion zum Auftakt der ICAD Konferenz

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Im sogenannten Park der Menschenrechte in Amed findet die Auftaktaktion der Konferenz statt. Die Internationalen Delegierten versammeln sich alle mit jeweils einem Foto einer verschwundenen Person. Die Presse war reichlich versammelt, es wurde viel fotografiert. Diese Aktion wurde in mehreren Zeitungen publiziert. Begleitet wurde die Aktion von einem massiven Polizeiaufgebot. Sowohl riot-Polizei als auch viele mit kameras ausgestattete Zivilpolizisten säumten den Weg durch den Park.

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Die Schweigeminute für die Verschwundenen wurde von dem Dröhnen der Düsenjäger der türkischen Luftwaffe übertötnt.

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Eröffnung der ICAD Konferenz

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Die Konferenz wird Eröffnet: Zuerst wird das Programm vorgestellt, dann stellen sich die Delegierten aus zahlreichen Ländern Vor.'IMG_2246' von azadi
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Eine der Samstagsmütter aus Istanbul

Sunday, October 15, 2006

Verteilen von Flugblättern in Amed

Am Nachmittag vor der Eröffnung der Knferenz haben wir und im Büro der Sozialistischen Plattform Ezilenlerim getroffen und uns den Studierenden, die Flugblätter für die Konferenz verteilen wollten angeschlossen.
'HPIM0695' von azadi
Es war eine sehr interessante erfahrung, in dieser Stadt flugblätter zu verteilen. Nahezu alle Leute auf der Straße nehmen ein Flugblatt. Leider bin ich der Sprache nicht mächtig, um dabei mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. die Reaktionen waren aber von verwundert bis ausgesprochen positiv. Die Stimmung insgesamt war aber etwas angespannt. schließlich tauchten immer mehr Zivilpolizisten auf, die uns immer mehr bedrängten und filmten und dabei äußerst agressiv und gut bewaffnet waren.
'HPIM0704' von azadi
Unsere Freunde blieben aber trotz der reellen Gefahr sehr standhaft und es gab gewisse verbale Auseinandersetzungen. Ich nehme an, dass unsere sichtliche Präsenz als EU-Ausländer schlimmeres verhindert hat.
'HPIM0703' von azadi

Monday, September 11, 2006

Arzu Torun muss unverzüglich freigelassen werden!

INTERNATIONAL COMMITTEE AGAINST DISAPPEARANCES - International Office

Verhindern wir neue Fälle von Verschwindenlassen in der Türkei!
Arzu Torun muss unverzüglich freigelassen werden!

English


Es ist bekannt, dass die Türkei ständig die Menschenrechte und die Meinungsfreiheit verletzt und viele Journalisten seit mehreren Jahren im Gefängnis sitzen. Nun sind neue Fälle von Angriffen, Festnahmen und Entführungen bekannt geworden. Da den Festgenommenen kein Kontakt zum Rechtsanwalt und ihren Verwandten gewährt wird und die Türkei Folter weiterhin anwendet, ist man sehr besorgt um das Leben der Festgenommenen. Weiterhin gibt die Entführung von Frau Arzu Torun und ihrem Begleiter Anlass zur Sorge um neue Fälle von Verschwindenlassen.

Am Sonntag, den 10. September hat die sozialistische Wochenzeitung Atilim gemeinsam mit vielen demokratischen Institutionen in Istanbul eine Presseerklärung abgegeben. Auf der Pressekonferenz erklärte die Menschenrechtsaktivistin und Rechtsanwältin Frau Eren Keskin, dass die Polizei ihre Mandantin Frau Arzu Torun zusammen mit ihrem Begleiter auf dem Flughafen von Adana entführt habe. Keskin erklärte weiterhin, dass ihre Mandantin Torun während der Entführung mit folgendem Satz „Benachrichtigt bitte meine Anwältin Eren Keskin, sie wollen mich Verschwindenlassen“ Passanten um Hilfe gebeten hat und sie von diesen Passanten angerufen wurde.

Die Zeitung Atilim erklärte, dass der Herausgeber der Zeitung Atilim, Ibrahim Cicek, am 8. September in der Stadt Manisa auf der Reise in einem Auto festgenommen wurde. Weiterhin sind der verantwortliche Redakteur der Zeitung Sedat Senoglu, die als revolutionäre und sozialistische Personen bekannten Ziya Ulusoy, Ali Hidir Polat, Hatice Bolat, H. Tuncay Yurttas, Bayram Namaz, Rukiye Erbas, Hanefi Kinaci, Cemile Aktas, Fatma Siner, Naci Güner, Volkan Okumus, Seyfi Polat, Hüseyin Ari,Ayhan Guzel, Gülden Guzel, Ozgur Gedik, Arif Celebi, Elif Almakca, Erhan Ceylan, Ayhan Ocal und die Leiterin des Radio “Ozgur Radyo” Füsun Erdogan festgenommen. Die Festgenommenen sollen in Istanbul in dem als Folterzentrum bekannten „Vatan Antiterror Abteilung“ festgehalten werden und bisher durfte niemand außer Ibrahim Cicek mit einem Rechtsanwalt sprechen.

Nach Beobachtungen von ICAD haben die Angriffe und Festnahmen in der Türkei besonders nach der Annahme des neuen Antiterror Gesetzes, das vor kurzem eingeführt wurde, zugenommen und wird versucht, die Opposition zum Schweigen zu bringen. Die bekannten Angriffe gegen die Protestler, die gegen die Soldatenverschickung in den Libanon protestierten, die Folter in Polizeistationen und das Massaker an dem achtjährigen Mädchen Mizgin Ozbek und zwei weiteren Personen sind einige Beispiele für die permanenten Menschenrechtsverletzungen in der Türkei.

ICAD protestiert gegen die Menschenrechtsverletzungen und Freiheitseinschränkungen des türkischen Staates und fordert die Freilassung der festgenommenen Journalisten und anderen Oppositionellen.
ICAD ist besorgt um das Leben der festgenommenen Journalisten und anderen Menschen und ruft die Organisationen und Personen die sich für Menschenrechte einsetzen dazu auf, gegen das Menschenrechtsverletzende und undemokratische Vorgehen des türkischen Staates zu protestieren.
ICAD protestiert gegen die Entführung von Arzu Torun und ihrem Begleiter und fordert ihre sofortige Freilassung.


Schicken wir unsere Protestmails an folgende Adressen, um neue Fälle von Verschwindenlassen zu verhindern:
Justizminister der Türkei Murat Baseskioglu: E-Mail: mb@basesgioglu.org, Tel: 0090 312 296 60 00
Innenminister der Türkei Abdülkadir Aksu: E-Mail: aaksu@icisleri.gov.tr
Premierminister der Türkei Tayyip Erdogan: bimer@basbakanlik.gov.tr

ICAD Internationales Büro
10.09.2006
ICAD INTERNATIONAL OFFICE
C/o Unser Haus e.V. Wentorfer Str. 26, 21029 Hamburg , Germany
Tel: 0049-40-7210 46 76, e-mail: icadint@hotmail.com
Donation Account: ICAD, HASPA, BLZ: 200 505 50, Kontonummer: 1034-219 871

Tuesday, August 08, 2006

Die internationalen Gäste kommen

Der zweite Tag beginnt mit intenationalem Flair, wir treffen bereits einige der internationalen Gäste beim Frühstück im ICAD-Büro in Amed.
Frühstück im ICAD-Büro

Die Angehörigen von Verschwundenen verschiedener Länder treffen einander. Hier aus Argentinien und dem türkischen Staat.


Beim gemeinsamen Gang durch die Stadt fällt uns auf, dass jetzt überall mehrsprachige Plakate für die Konferenz hängen. Das besondere ist, dass auf diesem Plakat auch auf kurdisch geschrieben wurde. Ein großer Dorn im Auge für die Hüter der kemalistischen Doktrin. Wir erfahren, dass der Tumult, den wir am vortag auf einer Ausfallstraße gesehen haben, an einem dieser Plakate lag. Die Polizei wollte die Plakatierenden festnehmen. Aber sofort strömten zahlreiche Passanten herbei. Spontan stimmten diese einen Kurdischen Kreistanz an und umkreiste so die Polizisten und die Plakatierer. Diesem plötzlichem Aufruhr nicht mehr gewachsen, zog sich die Polizei zurück. Niemand, der plakatiert hatte wurde festgenommen.